didaktik blog

April 21, 2008

Die Betreuung der Kinder am Computer ist kaum möglich, weil noch viele andere Kinder betreut werden müssen.

Gespeichert unter: didaktik — Schlagworte: , , , — dannyfrischknecht @ 2:04 Uhr nachmittags

Eva Schmid
Ich will jetzt einfach mal frech behaupten, dass die Kindergärtnerin immer alle Kinder betreuen muss, ob diese nun am Computer arbeiten oder ob sie sonst beschäftigt sind. Sogar Kinder, welche „nichts“ machen, müssen betreut werden.

Darum finde ich diesen Grund sehr weit hergeholt.

Ich habe bis jetzt zwar noch nicht mit einem Computer im Kindergarten Erfahrungen gesammelt, doch ich kann mir sogar vorstellen, dass die Kinder eventuell weniger Betreuung benötigen, als wenn sie gemeinsam ein Rollenspiel spielen, oder etwa gleich viel.

Die Einführung der Kinder ist natürlich auch ein Thema, das wiederum Zeit benötigt. Doch auch hier ist es doch so, dass jedes neue Spielmaterial auf irgendeine Art eingeführt wird. Somit kommt nun nur ein neues Spielmaterial dazu und nicht etwas, was auf einmal alle Zeit der Kindergärtnerin benötigt. Wenn die Kinder einmal eingeführt sind, ist es bestimmt ähnlich, wie eine Werkecke, wo man auch immer ein Auge drauf hat, um zu sehen ob alles in Ordnung ist. Und nicht als sässe ein Monster in einer Ecke, das die Kinder jederzeit fressen kann.

Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass Kinder gut einen Moment warten können, wenn sie nicht weiter kommen und in dieser Zeit auch auf eigene Lösungen kommen und so eigentlich mehr aktiv sind, als wenn die Kindergärtnerin immer gleich hilft, wenn ein Problem auftaucht. Ich glaube, dass die Betreuung kein Grund ist, um keinen Computer im Kindergarten zu haben.

3 Kommentare »

  1. Danny Frischknecht

    So frech ist Ihre Behauptung auch wieder nicht. Ich zum Beispiel finde, dass Sie recht haben. Die Betreuung und Begleitung von Kindern ist sogar die zentralste Aufgabe von Lehrerinnen und Lehrern - egal auf welcher Stufe. Und selbstverständlich ist der Grund der Betreuung zweitrangig. Hingegen ist es bestimmt so, dass ich als Lehrperson wissen muss, dass ich nicht überall gleichzeitig sein kann, unabhängig vom Computereinsatz.
    Wichtig scheint mir deshalb, dass sie sich als Lehrperson überlegen - am Besten mit Kolleginnen und Kollegen zusammen - wie der Einstieg und die Arbeit mit Commputern möglichst einfach, effizient und effektiv gestaltet werden kann.

    Kommentar von dannyfrischknecht — April 21, 2008 @ 2:07 Uhr nachmittags

  2. Désirée Spalletta

    Ich kann dieser These gar nicht zustimmen. Klar braucht die Einführung des Computers und seiner Programme genügend Zeit, doch auch die Einführung anderer Freispielorte braucht Zeit. Während dem Freispiel sind die Kinder verteilt an den Freispielorten und die Kindergärtnerin muss sie alle betreuen. Mit dem Computer kommt ein neuer Freispielort hinzu. Das Problem welches ich beim Betreuen des Computers sehen könnte ist, dass der Ort eventuell etwas ausserhalb der Sichtweise liegt und man so nicht immer alle Kinder auf einen Blick im Auge hat. Meistens muss man den Computer an einen ruhigen Ort stellen und dies ist meist in der Garderobe, im Büro oder in einer abgeschirmten Ecke. Das Lösen dieses Problems liegt meiner Meinung nach bei der Kindergärtnerin und ihrer Flexibilität.

    Die Betreuungsintensität des Computers hängt von den einzelnen Kindern oder Gruppen ab. Einige brauchen mehr Betreuung und andere nicht. Dennoch denke ich, dass die zeitgleiche Betreuung von Computer und den anderen Freispielorten kein Problem sein sollte.

    Kommentar von dannyfrischknecht — April 21, 2008 @ 2:07 Uhr nachmittags

  3. Danny Frischknecht
    Ich finde auch, dass die Betreuung aller Kinder während des Freispiels eine Daueraufgabe ist. Wenn der PC als ein weiteres Angebot eingesetzt werden kann, bedeutet das auch, dass ein anderes’ Angebot in dieser Zeit nicht zur Verfügung stehen muss. Auch die erste Einführung ist beim PC-Einsatz gegeben, bei anderen Angeboten aber genauso. Zudem funktionieren die Mechanismen bei den meisten Angeboten ähnlich. Auch am Computer können sich die Kinder gegenseitig helfen, das Angebot kann schrittweise auf- und ausgebaut werden … Flexibilität ist gefragt.’

    Kommentar von dannyfrischknecht — April 21, 2008 @ 2:08 Uhr nachmittags

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