didaktik blog

April 21, 2008

Reale Sinneserfahrungen gehen verloren.

Gespeichert unter: didaktik — Schlagworte: , , , , — dannyfrischknecht @ 2:12

Sofie Feuerle
Ich unterstütze die These weitgehend, da vor dem Computer vor allem der visuelle und auditive Sinn angesprochen werden. Der Geruchs-, Tast- und Geschmackssinn gehen gänzlich verloren. Für nachhaltiges Lernen und Erfahrungen sind die verschiedenen Sinne sehr wichtig. Trotzdem kann und darf nicht “schwarz/weiss” gesehen werden.

Die Kinder lernen ja nicht ausschliesslich mit Computern. Dazu kommt, dass zu einigen Lernsoftwares Experimentier- und Erfahrungsmaterial mitgeliefert wird. Die Kinder können somit vom Konkreten zum Abstrakten lernen. Zudem schätzen Kinder auch, wenn es Spielbereiche gibt, wo sie nicht mit zu vielen Reizen überflutet werden. Ich kann mir gut vorstellen, dass sich Kinder, welche sich zurückziehen möchten, vor den Computer setzen und dort die Ruhe und Selbstständigkeit geniessen.

Es wird noch wichtiger, den Kindern im Kindergartenalltag möglichst viele Sinneserfahrungen zu ermöglichen. Dann kann der Unterricht ausgleichend wirken und die Arbeit mit dem Computer kann den Eltern gegenüber gerechtfertigt werden. Ich denke jedoch, dass es auch bei dieser These auf das Mass ankommt. Meiner Meinung nach lassen sich PCs und “normaler” Unterricht sehr gut ergänzen.

3 Kommentare »

  1. Danny Frischknecht

    Ich pflichte Ihnen bei, was die Ausschliesslichkeit des Einsatzes anbelangt. Kaum einem Pädagogen oder einer Pädagogin wird es in den Sinn kommen, dass computer sämtliche Bereiche des Lernens und Erlebens abdecken. Hingegen gehe ich nicht mit Ihnen einig, dass der Computerarbeitsplatz ein Mittel für den Rückzug an einen stillen Ort ist, an dem keine Reizüberflutung geschieht. Die multimedialen Fähigkeiten von Computern und ihre Möglichkeit, viele Medien und Daten gleichzeitg und schnell darzustellen, führen oft zu einer Reizüberflutung.

    Es ist also wichtig, dass Sie als Lehrperson eine Auswahl dessen treffen, womit Kinder am Computer arbeiten und was Sie an Zusatzangeboten, an reizarmen Umgebungen bieten, damit beide Erlebnisse und Erfahrungen möglich sind.

    Kommentar von dannyfrischknecht — April 21, 2008 @ 2:12

  2. Ich bin davon ausgegangen, dass das Lehrmittel für den Copmuter überprüft worden war und nicht zu viele Reize beinhaltet. Wahrscheinlich haben sie Recht und diejenigen Kinder, welche am Computer arbeiten, werden von Zeit zu Zeit von anderen Kindern aufgesucht, welche wissen möchten, was am Copmuter alles so geschieht.

    Kommentar von dannyfrischknecht — April 21, 2008 @ 2:13

  3. Danny Frischknecht

    Ich würde mir nicht nur wünschen, dass Lernsoftware nach solchen Kriterien überprüft und erprobt würde, sondern auch, dass sie nach solchen Vorgaben programmiert würde.

    Ich finde die “Störung” von Kindern untereinander übrigens nicht so sehr als Problem, dafür ist es wichtig, dass die Kinder laute und leise, aktive, lebhafte und ruhig konzentrierte Arbeitsmöglichkeiten haben.

    Kommentar von dannyfrischknecht — April 21, 2008 @ 2:14


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